Krimi

Fred Vargas

Fliehe weit und schnell

Aufbau-Verlag  22,00 Euro

"Es gibt eine Magie Vargas!" (Le Monde)

Eines morgens wird im 18. Pariser Arrondissement ein mit Flohbissen übersäter Toter gefunden, dssen äußeres an ein durch die Pest verursachtes Ableben erinnert. Die Fälle häufen sich und Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg sieht sich einem unheimlichen Serientäter gegenübergestellt.

Weitere Begebenheiten deuten darauf hin, daß es sich bei dem Täter um einen "Pestbereiter" handelt, dessen Ziel es ist den "schwarzen Tod" in Paris zu verbreiten. Bereits vor dem ersten Mord werden auf den Wohnungstüren einiger Pariser Häuser archaisch anmutende Vieren gefunden die im Mittelalter als Schutz vor der Pest galten. Auch die merkwürdigen Botschaften, die eine Art "moderner Ausrufer" auf einem Pariser Platz verliest kündigen die Pest an.

Unterstützung erhält Komissar Adamsberg von seinem Kollegen Danglard, dessen wohl strukturierte Denkweise das genaue Gegenteil von Adamsbergs eher chaotisch anmutender Vorgehensweise ist; und weiterhin von dem jungen Historiker Mark Vandoosler der durch seine profunden Kenntnisse des Mittelalters helfen kann die Motive und die vom Täter benutzte Symbolik zu entschlüsseln.

Fred Vargas Figuren sind liebevoll ausgearbeitet und widersprechen jeglichem Klischee. Vargas Roman besteht aus feingliedrigen Lebenswelten unterschiedlichster Charaktere die sich zu einem spannenden Krimi zusammenfügen. Dieser Krimi ist mehr ist als die Jagd des Kommissars nach dem Täter. Er beschreibt neben dem eigentlichen Kriminalfall auch menschliches Leben in allen Facetten, vom gänzlich Ungewöhnlichen zu alltäglichen Begebenheiten.

JP